Es scheint wie ein Fluch, der sich von einem Lebensabschnitt ins nächste schleicht. Unmerklich legt er seinen aus Angst und Zweifel gewebten Mantel über uns, der uns vor weiteres Leid schützen soll. Auf unseren Schultern lastet schwer die Bürde des Lebens. In gebückter Haltung, unter der Last nahezu zusammenbrechend, gehen wir, in der Hoffnung auf Glück, durch das alltägliche Leben. Unseren Erfahrungswerten entsprechend kategorisieren wir die Menschen nach ihrer Wertigkeit. Oder ist es die Wertigkeit der Menschen, die wir zu kategorisieren versuchen?
Die Wertigkeit des Menschen hängt u.a. von der Konstellation zweier oder mehrerer Personen ab. Daraus folgend ist dann erkennbar, welche Entwicklung diese zwischenmenschliche Beziehung nehmen kann, soll oder muss. Die Absichten der jeweiligen Personen zeigen eine Tendenz zum Möglichen. Werden uns diese Möglichkeiten aufgrund der Eingrenzung unserer Vorstellungen genommen, so beginnen wir alsbald die in unserem Fokus befindlichen Menschen nach ihren, unseren oder gemeinsamen Zielen zu kategorisieren.
Dies muss nicht negativ ausgelegt werden. Es kann vielmehr als ein Filtersystem verstanden werden, das uns vor falschen Vorstellungen, Hoffnungen und unmöglich anzusetzenden Ansprüchen schützt. Je nach tendenzieller Möglichkeit steigt oder sinkt die Wertigkeit des Menschen. Der Abstieg ist leichter als der Aufstieg. Doch was muss geschehen, um aufsteigen zu können? Entweder setzt man für beide Menschen neue gemeinsame zu erreichende Ziele oder man modelliert die bestehenden Fakten in eine steigerungsfähige Verbindung und schafft damit für beide Personen neue Möglichkeiten.