Sternen.Schatten.lyrische.Gedanken

Hier eine kleine Auswahl meiner lyrischen Texte:

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Versiegt

Verwurzelt bis ins Mark,

trägt die Urmutter ihr schwarzes Blattgefieder

Durch das Echo fortgetrieben,

winkt Nigredo den Vergessenen nach

Die Spuren gerinnen,

vergraben sich ins Tief der Erde

Gefolgt vom kläglichen Gesang,

kniet Nyx vor Erebos Thron nieder

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Morpheus

In der Ferne schläft der schwarze Wächter

Leise Klingen verstummen in der Nacht

Gerädert von seinen Worten,

reissen sich Kerben in das Fleisch.

Stillschweigend atme ich ein -

die Asche meiner Träume.

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Von der Zeit entrückt

In der Früh erwacht das Leid zum Lied,

es bleibt ein Wägen um die Gunst.

Stund’ um Stund’ von den Gedanken bewegt,

steht am Abgrund der Schrei zum Sprung,

wo die Stille ihre Arme um den Hals

des Vergessenen legt.

Tiefer segelt das Licht in das besetzte Gewässer,

das die schwarze Witwe mit ihren Tränen nährt.

Angezogen von der Ferne des Wassers,

verlässt das Herz den Krug aus Schmerz.

Im Zeichen der Zeit reift der Zeiger zum Fall,

als die Sekunde vom Orakel erfährt,

dass alles was war, nicht mehr wahr sei als falsch.

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Eisiges Erwachen

Es keimt ein zarter Zweig in der klirrenden Kälte der Einsamkeit

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Aus Angst gesät

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Von der Traurigkeit genährt

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Im Zweifel erwachsen

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Glühendes Wort

Ich folge seinem süßen Klang
Gebe meinen Schatten fort
Charon auf Acherons Übergang
führt das Schiff zum Todesort

Feuerpranken reissen nieder
alles Fleisch in seiner Wut
Schallend bersten meine Glieder
von der Sühne getränkten Glut

Ahnungsvoll mischt sich zum Trank
mein Herz, mein Kopf als Opfergaben
Fahl die Litanei von dem Gestank
an dem Dunkelfürsten laben

Saug’ mich aus und trink’ von mir!
Denn ohne mich, bist du nicht
Ich bin das Brot, dein Elixier
das sturmlos weit im Meer erlischt

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Im Traum der Starre

Ich wünsche mir eines …

wie Dornröschen im ewigen Schlaf zu versinken.

In einem traumlosen Schlaf zu fallen,

um nicht mehr sehen zu müssen,

um nicht mehr hören zu müssen,

um nicht mehr die Welt zu fühlen, die mich erdrückt.

Eingebettet in einer weichen Decke,

aufgewärmt von den Frühlingsstrahlen der aufgehenden Morgenröte,

umgeben von zarten Blüten,

benetzt vom frischen Tau

wie glitzerne Sterne.

Erst zu erwachen,

wenn das wahre Herz mich ersucht hat,

wenn mich mein Prinz behutsam in seinen Armen hält

und mir zuflüstert,

ich bedeute ihm alles,

mir mit seinem Kuss sagt:

Linda

ich

liebe

Dich

und damit meinem zeitlosen Herz den ersten Takt zum Leben schenkt.

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La clé V

 Die Augen blicken über das dunkle Wasser,
doch den lichten Horizont erkenne ich nicht.

 Die Stimme zerschellt schrillend an den Klippen,
doch ihren Klang höre ich nicht.
Ein liebliches Wort auf den salzigen Lippen,
doch der süße Ton verführt mich nicht

Der geistlose Körper wankt über berstende Stege,
doch die verdorbene Brücke trägt mich nicht.
Der Leuchtturm weist den Suchenden ihre Wege,
doch das erlösende Licht sehe ich nicht. 

Die Tropfen des Meeres ertränken den Körper,
doch die Tränen füllen mich nicht.
Der See der Stille offenbart sich als Mörder,
doch mir zeigen will er sich nicht.

Hineingezogen in die endlose Tiefe,
doch errettet werde ich nicht

*

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©Sternenschatten

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